Kristiansund

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Im Norden der Provinz Møre og Romsdal liegt die Hafenstadt Kristiansund. Über 55.000 Menschen leben in der Stadt und der gleichnamigen Kommune. Erste Ansiedlungen gab es hier bereits vor ungefähr 10.000 Jahren. Die Stadt verteilt sich über drei Inseln. Alle Inseln sind durch Brücken miteinander verbunden. Eine davon ist die 844 Meter lange Bergsöysund-Brücke. Sie ist als Schwimmbrücke konstruiert, die keine Seitenverankerung hat. Die Brücke ruht auf sieben so genannten Pontons, schwimmenden Plattformen aus Beton. Sie übersteht Schwankungen des Meeresspiegels von bis zu 2 Metern.

Damit es nicht zu Verwechselungen mit der Stadt Kristiansand kommt, die im Süden am Skagerrak liegt, wird unterschieden zwischen Kristiansund N und Kristiansand S. Kristiansund N liegt etwa 190 Kilometer westlich von Trondheim an der Küste des Europäischen Nordmeeres. Wichtigster Wirtschaftszweig ist deshalb auch der Fischfang und die Fischverarbeitung. Eine besondere Spezialität, die von hier aus in alle Welt exportiert wird, ist der Stock- oder Klippfisch. Für die Verarbeitung wird vorwiegend Kabeljau verwandt. Der Fisch wird bis zu sechs Wochen auf den Klippen getrocknet und hält sich danach mehrere Jahre lang. Die Statue eines Klippfischweibs am Hafen erinnert an die lange Tradition, die dieses Trocknungsverfahren in der Stadt Kristiansund hat. Klippfischweiber sind dazu da, mehrmals am Tag die trocknenden Fische zu wenden.

Ihre Handelsrechte erhielt die Stadt 1742. Auf den Handel mit Holz folgte der Fischhandel, zunächst der Handel mit Heringen und dann mit Kabeljau bzw. Stockfisch. Heute hat auch das Öl vor der Küste der Stadt große wirtschaftliche Bedeutung. Auffallend sind auch die vielen Parks und Grünanlagen in Kristiansund.